Der Sänger und seine Hobby

Was los im Hause Schlagersänger. Erst explodiert die Firma seiner Frau und muss in Konkurs gehen. Dann kauft keiner das Gestüt zum gewünschten Preis. Jetzt aber schieß das Finanzamt den Vogel ab und erklärt das Gestüt zum Hobby und will mehr als 1 Million.

Autor Klaus am 2019-06-30
Wie geht das mit dem Hobby und dem Finanzamt. Das Finanzamt beobachten Firmen wie Pferdezucht, Segelyacht und Ferienhaus solange bis Gewinne erzieht wurden. Dabei geht es um die Gewinne über die gesamte Dauer des Geschäfts.

Üblicherweise kauft sich ein erfolgreicher Geschäftsmann eine Segelyacht. Damit er die MwSt. nicht zahlen muss und den Verlust des Kaufpreis irgendwie zurück bekommt meldet es eine Firma ab. Also 100000 + 19000 MWST kostet die Yacht – dann bekommt er die 19000 gleich wieder zurück. Dann schreibt er die Yacht noch am, sagen wir mal 10 Jahre jeweils 10000 Euro. Die Firma macht also Verlust.

Da der Geschäftsmann nun genug in seinem anderen Geschäft verdient rechnet er die Verluste mit den Gewinnen seines sonstigen Geschäfts. Bei einem Steuersatz von 50% bekommt er die Hälfte zurück. Grob gerechnet kostet die Yacht nun 50000 Euro statt 119000 Euro. Damit es nicht so auffällt vermietet er einfach mal an Frau und Freunde. Trickreich wenn man mal ein Jahr Gewinne macht. Man kann die Yacht auch an einer Marketingfirma vermieten – wenn die eigene Frau eine hat – für Promozwecke.

Jedoch bewertet das Finanzamt die gesamte Laufzeit und auch alle Gesichtspunkte. Daher kann es sein das das Finanzamt das abgeschrieben Geld zurückbekommt, mit Zinsen. Und wenn das Finanzamt schon die „Hobby“ Firma sieht, dazu eine geplatzte Marketingfirma und einen ausgewanderten Schlagersänger. Ja, dann prüfen die genauer.

Viele Auswanderer, vor allen die deren Marketingfirma Konkurs gehen, raffen das letzte Bargeld zusammen und verschwinden. Da müssen Finanzämter eben hinten anstehen.




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